#24 Wie sieht die Hotellobby aus?

Wie frei können Autoren ihre Schauplätze gestalten? Auch das ist eine Frage, die Michael und ich diskutieren. Ihm ist es wichtig, bekannte Orte originalgetreu darzustellen. So können die Leser einen Spielort wiedererkennen oder neu für sich entdecken.

 

Ich lege weniger Wert auf genaue Beschreibungen. Große Dinge müssen stimmen, das schon. Aber zu recherchieren, wie es in der Lobby des Hotels aussieht, wo Katharina und Elias übernachten, geht mir dann doch zu weit.. Stattdessen will ich es den Lesern überlassen, die Schauplätze in ihrer Phantasie auszugestalten.

Michael vermutet, dass ich so darüber denke, weil ich blind bin. Aber sicher liegt hier nicht der einzige Grund. Auch bei namhaften, sehenden Schriftstellern lese ich Beschreibungen in der Art: »das Restaurant, wo die besten Steaks gegrillt werden«.

 

Also ist es eine Frage der persönlichen Bewertung, was wir den Lesern mitgeben wollen. Und Michael hat in »Tabun« den Weg schon vorgezeichnet. Jetzt davon abzuweichen, ergäbe keinen Sinn. Wir entscheiden uns deshalb für Schauplätze, die wirklich existieren, und schildern sie genau.


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