#21 Das Kind braucht einen Namen (Michael)

Jedes Buch hat einen Titel: Mal lange, mal kurze, witzige, aussagefähige oder unerklärliche. Und der Titel ist elementarer Bestandteil des Marketings. Schließlich prangt er groß auf dem Cover und steht hinterher für die gesamte Geschichte.

 

Manchmal, so erging es mir beim »Haus der Bücher«, ist der Titel sofort klar. Denn so hieß das Haus in Königsberg ja tatsächlich. Bei »Wimmerholz« wurde es schon schwieriger. Doch mitten in der Schreibphase hörte ich im Radio dieses alte, vergessene, schöne Wort. Es passte perfekt.

 

Für den ersten Fall von Katharina König suchte ich nach einem kurzen, knackigen Titel, der Bezug auf die Geschichte nahm, ohne zu viel auszusagen. So kam es zu »Tabun«, was auch neugierig machte. Und zum Glück gab es diesen Titel noch auf keinem anderen Buch.

 

Aus rechtlichen Gründen ist es wichtig, darauf zu achten. Aber mittlerweile fällt das gar nicht mehr so leicht, bei den vielen Neuerscheinungen. Daran scheiterte Danielas und meine erste Idee: »Eagle Eye«. Denn es gibt schon einen Film mit diesem Titel. Außerdem brauche ich nicht unbedingt englische Titel, sondern nehme nur einen, wenn das wirklich Sinn macht.

 

Mehr noch störte mich, dass »Eagle Eye« zu lang wäre. Mein Marketing von »Tabun« war auch beim Cover-Design auf die fünf Buchstaben ausgelegt. Und die Bücher sollen ja als Reihe später gut zusammenpassen und nebeneinander bei unserer Leserschaft im Regal stehen. So haben wir nach einiger Diskussion und vielen Ideen den perfekten Titel gefunden. Und der heißt … Nein, nein, das verraten wir noch nicht. Wäre ja noch schöner.

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