#14 Warum? (Michael)

Warum ich mit »Tabun« zusätzlich zu meinen historischen Romanen eine Thriller-Reihe begonnen habe, noch dazu mit einer blinden Protagonistin? Das werde ich oft in Lesungen gefragt. Schließlich schreibe ich schon aufwändige, historische Romane.

 

Zum einen will ich noch ein zweites Genre nutzen, um Themen anders bearbeiten zu können, in der heutigen Zeit und mit größerer Breite. Dass »Tabun« in den Weltkrieg zurückreicht, ist Zufall. In den neuen Bänden wird ein solcher Zeitbezug eher nicht hergestellt werden. Da gibt es viele, ganz andere Themen, die aktuell und wichtig sind.

 

Natürlich habe ich mit meiner Idee eine Mission wie jeder Autor. So wenden sich die Romane »Gegen das Vergessen« und »Gegen rechts«. Ich rufe den Lesern zu: „Bleibt wachsam!“ Denn das ist heute so wichtig wie nie zuvor. Mit den Thrillern verfolge ich ein anderes Ziel. Hier geht es um das Aufdecken von Skandalen, das Offenlegen von politischen, wirtschaftlichen, ökologischen oder sozialen Themen, die nicht wahrgenommen, schlimmer aber, oft verdeckt und vertuscht werden. Ich meine Verbrechen, wo jemand ein Auge oder sogar beide zudrückt.

 

Darin liegt die metaphorische Gestaltung meiner Protagonistin Katharina König begründet. Sie soll genauer hinsehen, obwohl sie blind ist, während andere sehend wegschauen, „ein Auge zudrücken“. Dabei werden wir das gewählte Thema – wie bei »Tabun« – in eine spannungsgeladene und nervenzehrende Geschichte verpacken, von der ersten bis zur letzten Seite. Und auch ein spektakulärer Show-down im nächsten Fall ist heute schon versprochen.

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